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A bloody long way -Teil 2-

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Fuer die Fahrt nach Perth hab ich in Broome gleich drei Mitfahrer gefunden: zwei iren (trifft man sehr haeufig in Australien) und einen schweden (trifft man sehr selten)! Die Fahrt konnte also weitergehen und ich bzw. jeder spart eine Menge Geld durch Teilen der Benzinkosten. Die Strasse verlaeuft einige Kilometer von der Kueste entfernt und man bekommt die ganze Zeit, wie schon die letzten tausende Kilometer, viel rote Erde und meist duerftige Vegetation zu sehen! Der erste Stop war am "Eighty Mile Beach" - Strand ohne Ende (und schoene grosse Muscheln!

Danach gings weiter ueber Port Hedland, was eigentlich weniger eine Stadt ist, sondern eine riesige Mine (oder mehrere). Das relativ kleine Staedtchen geht zwischen den riesigen Kraenen und Maschinen der Minenindustrie voellig unter und dient wohl nur zur Unterkunft der dort arbeitenden! Achja, noch davor aber hielten wir am Strassenrand um einem Koreaner mit einem geplatzten Reifen zu helfen (siehe Foto). Angeblich war das schon der zweite geplatzte Reifen am gleichen Tag und er hatte kein Ersatzrad mehr. Also boten wir ihm an ihn bis zur naechsten Stadt zu bringen (was Port hedland waere, etwa 150 km entfernt war und auf unserem weg lag, allerdings war er in die andere Richtung unterwegs, wo in 40 km Entfernung ein kleines Roadhouse kaeme, wo er aber ausser teures Benzin und Rast nicht mehr kriegen kann), um sich einen neuen Reifen zu beschaffen. Aber er wollte sein Auto wohl ungern allein lassen (wuerd ich, glaub ich, auch nicht wollen - zu gefaehrlich). Es war zwar schon Abenddaemmerung, aber hin und wieder kam ein Auto vorbei, so dass wir ihn da allein liessen (genug Wasser hatte er auch dabei).
Fuer die letzten paar hundert kilometer bis nach Perth hab ich mich fuer den "North West Coastal Highway" entschieden, der naeher an der Kueste entlang fuehrt. An der Westkueste gibt es hier noch ein Korallenriff, das "Ningaloo Reef" dass zwar nicht so riesig wie das "Great Barrier Reef" an der Ostkueste ist, aber dafuer nur ein paar hundert meter von der Kueste entfernt. Man kann sehen wie durch dass Riff die Wellen schon weit draussen vor dem Strand gebrochen werden. Das waren die groessten Wellen, die ich bissher gesehen hab! Eines Abends, nach Sonnenuntergang und langer Fahrt, auf dem Weg zu einem Campingplatz am Strand bekamen wir unglaublich viele Kangaroos zu sehen. Erst halfen mir meine Mitfahrer sie am Strassenrand beim Grasen zu entdecken um rechtzeitig bremsen zu koennen, aber irgendwann waren es so viele, dass ich kaum noch schneller als 30 fahren konnte. Hab noch nie so viele Kangaroos auf einmal gesehen! Weiter suedlich machten wir einen Stop in einem Resort namens "Monkey Mia" der dafuer bekannt ist, dass taeglich wilde Delfine vorbeigeschwommen kommen um sich an den touristen zu erfreuen bzw. umgekehrt! Als wir angekommen sind waren natuerlich gerade keine zu sehen und wir waren ein bisschen enttaeuscht! Klar werden die nicht den ganzen Tag da an dem Strand rumschwimmen aber wer weiss ob die an dem Nachmittag nochmal vorbeikommen wuerden! Aber es hat sich gelohnt ein bisschen zu warten denn irgendwann waren auf einmal mehrere Flossen im Mehr zu sehen. Alle paar Sekunden liessen eine Gruppe heranschwimmender Delfine wie ein seichtes Springen ihre Ruecken aus dem Wasser ragen. Es war so ein schoener Anblick, auch dass diese (wilden) Tiere da an den Strand bis in beinah nur noch knietiefes Wasser herangeschwommen kommen und sich uns Menschen so nahe trauen! Es war einfach ein tolles Erlebniss und fuer mich das schoenste an der Westkueste, auch wenn ich sehr gerne noch einen Wal gesehen haette. Die Chanchen stehen zu dieser Zeit nicht schlecht einen zu sehen, aber man kann nicht alles haben. Je weiter suedlich wir reisten desto kuehler wurden die Temperaturen und gruener die Landschaft auch wieder. Eigentlich sogar recht ploetzlich aenderte sich die Landschaft vom typischen Outback in immer mehr gruene Felder und irgendwann hatte man den Eindruck nicht mehr in Australien zu sein - das war unglaublich! Etwa 200 km auf dem Highway vor Perth, bei zugelassener Hoechstgeschwindigkeit (110 km/h) und nichts boeses im Sinne, dreht ploetzlich ein entgegenkommendes Polizeiauto um und kommt mit Blaulicht (rotblau um genau zu sein :-) mir hinterher! Ich wusste sofort: Ich muss versuchen die abzuhaengen, aber wie, mit vollbeladenem Auto!? Und wenn die den Helikopter rausholen bin ich eh im Arsch! Und wer das glaubt... haha!!  Nein, ich bin natuerlich sofort am Strassenrand angehalten und musste meinen Fuehrerschein zeigen. Wir wurden gefragt ob wir drogen mit haben und die zwei "cops" :-) haben uns, waehrend sie das Auto grob durchsuchten, damit Angst gemacht, dass wenn der "Hund" kommt und etwas findet, will alle Festgenommen werden! Ich fragte mich die ganze Zeit von wo denn der Hund so schnell herkommen soll, im Auto hatten sie ihn ja nicht mit. Nach einer weile hatten sie uns dann geglaubt dass wir ja doch nichts haben und mich als Fahrer noch darauf hingewiesen, dass ich im vollbepackten Kofferraum ein kleines Loch freilassen soll, um mit dem Rueckspiegel nach hinten sehen zu koennen (soo wichtig :-)!

Ich war froh als wir endlich in Perth angekommen waren, denn nur fahren, fahren und fahren macht einen fertig! Die Stadt hat mir gleich ganz gut gefallen - wieder ein, an den Hochhaeusern, von weitem eindeutig erkennbares Stadtzentrum, und Strassen mit recht vielen alten aber gut erhaltenen oder restaurierten Gebaeuden mit einem Caffee nach dem anderen! Ich musste mich aber wieder so schnell wie moeglich um neue Mitfahrer nach Sydney kuemmern und hab ueber 10 Aushaenge in Hostels und anderen Tafeln gemacht. Leider vergeblich, niemand wollte so lange nur im Auto sitzen ohne viele Stops und ohne viel Sehenswertes anzuschauen. Aber ich konnte nicht anders, denn mir rannte die Zeit davon und ich war spaetestens jetzt an einem Punkt angekommen, wo fuer mich das Motto "Was zaehlt ist die Mission" galt :-)
Ich bin also nach vier Tagen in Perth allein ostwaerts aufgebrochen und hab meinen ersten Stop beim beruehmten "Waverock" getan. Beeindruckend, dieser grosse Felsen mit der Form einer Welle. Weiter ging's ueber den laengsten "geradeaus-Strassenabschnitt" Australiens: 145 km ohne eine einzige klitzekleine Kurve! Klingt krass, laesst es bei den riesigen Entfernungen in Australien aber ziemlich kurz aussehen! Auf dieser Strecke, die den Westen mit dem Osten verbindet, gibt es, bis auf ein paar "Roadhouses", auf hunderten von Kilometern keinen groesseren Ort und man faehrt durch eine der trostlosesten, meschenleersten gegenden der Welt, was bei vielen Autofahrern als eine Herausforderung gesehen wird (auch an das Auto). Ich muss verrueckt gewesen sein, das allein gemacht zu haben, obwohl ich's nicht so schlimm fand, nur laaaaaangweilig!! Eine Weile verlaeuft die Strasse recht nah an der Kueste, wo das Land wie eine senkrechte Wand  mit etwa 50m aus dem Meer ragt! Irgendwo hab ich auch wilde Kamele am Strassenrand gesehen, zum zweiten mal in Australien. Und 'n paar sehr schoene Sonnenuntergaenge gabs auch.
Irgendwann (im gruenen Bereich meines Zeitplans) bin ich auch in Mildura bei Les und Ron, den zwei ueber 60jaehrigen aussergewoehnlichen Australiern, angekommen. Hier hab ich's mir ein bisschen gut gehen lassen und schonmal mein Auto von innen geputzt, denn so langsam wurde es ernst und ich hatte keinen felsenfesten Plan wie ich mein Auto fuer gutes Geld loswerden soll.
So, ich glaube der Rest gehoert in das Letzte Kapitel ueber Australien...

21.9.07 08:00
 


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