Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


 


Webnews



http://myblog.de/australia.trip

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
A bloody long way -Teil 1-

Fotos - von Kununurra bis kurz vor Perth

Hallo!

Bin schon in Perth! An den Bildern koennt ihr ja sehn was ich schon so gesehen oder erlebt hab, nur sieht es in echt noch viel besser aus :-)
Wir sind von Townsville nach Darwin in sechs Tagen gereist und es hat alles reibungslos geklappt, auch mit den beiden mitfahrern. Hinter Mount Isa, wo wir den halben Tag verbrachten kam erstmal fuer hunterte von kilometern nichts weiter besonderes. Wobei das Ansichtssache ist, denn durchs Outback zu fahren, die Sonnenuntergaenge zu sehen und nachts einen wahnsinns Sternenhimmel zu beobachten ist ein tolles Erlebnis! Einige hundert Kilometer vor Darwin besuchten wir kurz den Elsey Nationalpark mit seinem Highlight, dem "thermal pool", einem pool in einem Bachlauf mit 35 Grad warmen Wasser! Etwas weiter (150 km) waren wir noch im Nitmiluk Nationalpark, wo es einen bzw. mehrere Wasserfaelle zu sehen gab und einen pool, wo man auf eigene Gefahr, wegen Krokodilen, baden darf. Hatte mir die Landschaft hier im Norden noch tropischer vorgestellt, zwar wird es etwas gruener aber es gibt hier kaum Regenwald, wie an der Ostkueste, noerdlich von Cairns.
In Darwin bin ich vier Naechte geblieben, ein bisschen die Zivilisation genossen (bevor es wieder weiter durchs Outback geht) und meinem Auto zwei neue Reifen gegoennt (auf den alten war teilweise schon kein Profil mehr), achja ...und keine Lust gehabt in meinen Blog zu schreiben ;-)
Als Mitfahrer hatte ich diesmal zwei deutsche "Maedchen" (eine war schon 29) gefunden, die aber nur bis Kununurra wollten (liegt etwa 1000 km von Darwin auf dem Weg nach Broome). Fuer den angeblich so tollen Kakadu Nationalpark reicht mir die Zeit nicht, denn um die schoensten Teile zu sehen, braucht man ein 4WD (Fahrzeug mit Allradantrieb) und mehrere Tage Zeit, da der Park riesig is! Als Alternative haben wir aber den Litchfield Nationalpark besucht, der ausser einigen Wasserfaellen auch wieder moglichkeiten zum baden bietet! Auf der Weiterfahrt, ein paar Kilometer nach verlassen des Parks, ist mir (vermutlich durch das entgegenkommende Auto) ein Stein in die Windschutzscheiben geschmettert worden und hatt einen kleinen Einschlag mit einem Riss hinterlassen. Mir war sofort klar: ich brauch 'ne neue Scheibe. Gleich in der naechstgroesseren Stadt wollte ich nachfragen, was das kostet und wie schnell man mir das reparieren kann, aber es war schon zu spaeter Nachmittag. Also bin ich noch bis Kununurra (etwa 700 km) so weiter gefahren und der anfangs noch kleine Riss ist unterdessen gewachsen. Zu meinem (wahrscheinlich grossem) Glueck hatte gleich der erste (vielleicht der einzige) Autofenster-Spezialist, den ich da angefragt hatte noch eine Scheibe da, die genau an mein Auto passt. Die hatt er mir sogar sofort ausgewechselt und ich konnte drei Stunden spaeter mit einer neuen Scheibe rumfahren :-) Naja, dafuer musste ich 310 $ bezahlen, doofe ungeplante Kosten! Aber in Kununurra bin ich zwei Naechte geblieben, denn gleich daneben (nur 2 km) war der kleine Mirima Nationalpark. Sehr schoene beeindruckene Landschaft!
Zwar haette ich fuer bis nach Broome eventuell noch mitfahrer gefunden, aber ich hab mir gedacht ich fahr das Stueck (nochmal 1000 km) mal ganz allein. Hab dann die erste Nacht voellig abgelegen neben einem kleinen Wasserloch und steilen Felswaenden uebernachtet - die absolute Einsamkeit. Nicht mal ein Opossum hat vorbeigeschaut und versucht was vom Abendessen abzukriegen. Am naechsten Morgen war ich froh, dass mein Auto mich da wieder raus bis zum Highway gebracht hat und ich bin bis zum naechsten Nationalpark (Geiki Gorge NP) durchgefahren. Da hab ich eine einstuendige Bootstour mitgemacht, wo ich endlich auch mal Krokodile gesehen hab. Leider gab es da nur die kleinen - In Australien gibt es naemlich die "freshwater crocs", die sind durschnittlich so 1,5 m lang und ungefaehrlich, und die "saltwater crocodiles", die bis zu 7 m (!!!) lang werden koennen und ziemlich gefaehrlich sind! Beide Arten koennen aber in sowohl Suess- wie auch Salzwasser leben.
Eigentlich wollte ich es vermeiden bei Dunkelheit durchs Outback zu fahren, da zum einen dann die Kangaroos aktiver sind und zum anderen weniger Autos unterwegs sind, falls was passiert. Aber an diesem Abend hatte ich keine Lust nochmal allein in der Wildnis zu uebernachten und bin noch bis Broome gefahren, wo ich abends halb zehn angekommen bin. Dunkel wurde es schon um sechs.
Schon krass eigentlich, nachdem ich von Queensland ueber Northern Territory nach Western Australia gefahren bin musste zwei mal die Uhr umgestellt werden: erst nur eine halbe Stunde zurueck im Northern Territory, aber nochmal eineinhalb Stunden zurueck in Western Australia. Dann geht die Sonne hinter der Staatsgrenze mal eben 1 1/2 Stunden eher unter und je weiter westlich man faehrt desto mehr gleicht es sich wieder aus und die Sonne geht spaeter unter. Das macht bei den grossen Entfernungen hier schonmal eine halbe Stunde von einem Tag zum anderen aus.
Broome ist fuer viele Australier ein Ort von dem sie traeumen und der beruehmte "Cable Beach" soll einer der schoensten Straende der Welt sein. Ja, der Strand ist schon super und die kleine Stadt ist eine nette Oase der Zivilisation an der so karg besiedelten Westkueste, aber warum bauen die den Flughafen direkt neben das Stadtzentrum? Ich bin in Broome drei Tage geblieben, die erste Nacht auf einem Campingplatz, wo ich mein Zelt voellig ohne Schatten in der Sonne stehen hatte, und zwei weitere Naechte in einem Hostel! Waere ich bloss auf dem Campingplatz geblieben, denn im Hostel war mal wieder mein Bett von "bedbugs" (deutsch: Bettwanzen) befallen. Ich dachte ich spinne als ich zum Glueck noch vor dem schlafen gehen eine von denen auf mir rumkrabbeln sehe (die werden etwa bis zu einem halben Zentimeter gross)! Nachdem ich vier von den Viechern getoetet hatte und weiter auf dem Bett suchte, waren doch tatsaechlich noch mehr da! WAAAAHHH! Ich bin so schnell wie moeglich zur Rezeption und hab denen davon erzaehlt woraufhin ich in ein anderes Zimmer kam. Als Sicherheitsmassnahme und um diese Wanzen nicht weiter zu verbreiten muessen dann immer alle Sachen, die in Kontakt mit dem Bett oder in der Naehe wahren, gewaschen und eigentlich auch mit dem Trockner getrocknet werden, was diese Insekten und ihre gelegten Eier toetet. (wenn ich von Australien nach Hause komme, bin ich Bettwanzen-Spezialist) Ich dachte ja, da ich die Viecher noch rechtzeitig entdeckt hab, dass ich verschont worden bin, aber denkste - hier ein Foto wie mein Bein zwei Tage danach aussah! Man merkt diese Bisse gar nicht, aber es juckt danach so schlimm wie bei Mueckenstichen!
Am letzten Tag hab ich mich noch mit Verena, mit der ich unter anderem schon an der Ostkueste unterwegs war, getroffen. Sie hat ungefaehr zur selben Zeit, als ich in Townsville war, in Adelaide gearbeitet und faehrt von da aus im Urzeigersinn bis nach Darwin, fliegt von da aus nach Sydney und dann auch nach Hause! Zusammen mit ihren Mitfahrern, einem deutschen und einem schaetzungsweise mitte 40-jaehrigen englaender, haben wir uns noch die beruehmten Dinosaurier-Fussabdruecke, zu denen man bei Ebbe (da auf steinigem Boden unter dem Meerwasser) hinlaufen kann, angesehen! Echt cool!
...

3.9.07 09:16
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung