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Ab nach Hause

Hey Leute,

meine Sachen sind gepackt und ich warte sozusagen nur noch auf den Abflug. Hab mir Singapur 'n bisschen angeschaut und dabei unter anderem jede Menge schoener (wahrscheinlich Buddhistischer) Tempel mitten zwischen den Haeuserreihen gesehen. Die Stadt ist sehr sauber, was wohl an den strengen Gesetzen bzw. Regeln und den scharfen Strafen liegt! Es ist zwar ein bisschen anders als ich es mir vorgestellt hab, z.B. gibt es einige aehnlichkeiten mit Australien, nur weis ich nicht wer von wem abgeguckt hat! Und ich hatte den Eindruck, dass sich bei den Asiaten alles nur ums Essen dreht: es gibt hier so viele riesige Essens-Areale wo immer ein gewusel wie auf einem Ameisenhaufen stattfindet. Ausserdem ist die Stadt ein wahres Shoppingparadies. Von Elektronik ueber Kram den keiner braucht bis zu Kleidung gibt es hier in einigen wiederum riesigen Shoppingcentren und Einkaufsstrassen alles zu kaufen!

Aber bei mir dreht sich jetzt alles nur noch um's nach Hause kommen. Es ist ein bisschen so wie am Anfang, nur weis ich diesmal genau was mich erwartet! Ich freu mich riesig jetzt wieder nach Hause zu kommen, hab soo viel erlebt und vielleicht nicht das allerbeste aus der Zeit gemacht, aber wichtig ist, dass ich's ueberhaupt gemacht hab! Ich denke, dass ich meinen Horizont ein bisschen erweitert hab und kann mir vorstellen nochmal nach Australien zu fliegen oder andere Teile der Welt auf aehnliche Art und Weise zu bereisen, allerdings steht das jetzt erstmal nicht auf meinem Plan!

Also ich sag dann schonmal tschuess und...  Wir sehn uns zu Hause!!!

26.9.07 11:20


Die letzten Tage in Australien

In Mildura bin ich zwei Naechte geblieben und bin danach in weniger als 1 1/2 Tagen direkt nach Sydney gefahren. Dass ich mein Auto bei den beiden schonmal ein bisschen waschen konnte fand ich super, denn das bereitete mir ziemliche Sorgen. In Sydney angekommen hab ich schnell einen Oelwechsel machen lassen (haett ich das bloss ausserhalb Sydney gemacht, waer billiger) und das Auto noch vor allem von aussen gewaschen.
Ich hatte jetzt noch genau 6 Tage in Australien und noch wusste keiner in Sydney, dass ich mein Auto verkaufe. Und ich sags's euch gleich, so gut wie bisher alles verlaufen ist... der Verkauf des Autos war das reinste Elend!!! Ich habe natuerlich so schnell ich konnte in den groessten Hostels, vor allem in der City, Zettel ausgehaengt und mein Auto nachher noch in den "Kings Cross Car Market" gebracht. Das ist ein offizieller Automarkt, wo reisende gegen eine Gebuehr und einen speziellen Nachweis vom Mechaniker, welches zeigt ob oder welche Maengel das Auto hat, ihre Autos verkaufen koennen. Und mein Auto hatte Maengel, von denen ich wusste und mit denen ich das ganze Jahr ohne Probleme rumgefahren bin, insgesamt 35000 km!!!
Der Mechaniker hat diese Maengel aber als relativ ernsthafte Maengel angesehen und mir somit diesen speziellen Nachweis in der Farbe weiss gegeben (anstelle von pink = keine groesseren Maengel), was heist, das die Maengel behoben werden muessen, bevor das Auto auf ein weiteres Jahr registriert werden darf. (Mein Auto hatte noch 3 Monate Restregistrierung, die beim Verkauf vom Kaeufer uebernommen wird.) Dass das so ist wusste ich nicht, als der Mechaniker mir den weissen Zettel gab und seltsamerweise hatte ich mit den gleichen Maengeln vor neun Monaten von einem anderen Mechaniker einen pinken Zettel (also in Ordnung) gekriegt um die Registrierung zu erneuern.
Alle die also mein Auto im Verkauf mit meinem relativ hoch angesetzten Preis gesehen haben, muessen gewusst haben, dass sie noch zusaetzlich irgendwann nachher diese Maengel beheben lassen muessen. Aber wie dem auch sei... ich bin natuerlich nach jedem Tag in grossen Schritten mit dem Preis runter und war noch recht guter Dinge, bis nur noch zwei Tage uebrig waren und ich ueber nacht ganz ploetzlich eine ziemliche Erkaeltung gekriegt hab und in der gleichen Nacht auch noch nur eine Stunde geschlafen hab (sicher wegen dem Auto). Ich war voellig fertig, mein Immunsystem war am Boden und das Auto war noch nicht verkauft. Dabei wollte ich eigentlich noch ein bisschen Sydney geniessen und einen Abschiedstext aus Australien schreiben, aber dazu brauchte ich einen freien Kopf. Als letzte Moeglichkeit bleibt eigentlich immer der Autohaendler zu dem ich letztendlich am vorletzten Tag hin bin (bin bei mehreren gewesen) um mich ueber den Preis zu erkundigen, den die mir Zahlen wuerden. Noch an dem gleichen Abend hatte sich jemand gemeldet, der mir aber letztendlich nicht mehr geben wollte als ein Haendler. Und am letzten Tag bekam ich am Morgen gleich zwei Anrufe von Interessenten, von denen ich bestimmt noch mehr bekommen wuerde als vom Haendler. Beide hatten das Auto aber noch nichteinmal gesehen und haetten fruehestens am Abend Zeit gehabt es sich anzusehen, also blieb mir nichts anderes uebrig als es an den Haendler zu verkaufen. Und was ich von dem dafuer bekam ist der reinste Wucher. Ein Witz. In der Hinsicht kann ich mich nur damit troesten, dass es zum Glueck "nur" Geld ist, was ich verloren hab. Und wer das vorrausgesehen hat, dass das mit dem Auto verkaufen zu knapp wird... Applaus! Ihr hattet recht, es war viel zu knapp!

Obwohl sich an meinen Letzten Tagen in Sydney bzw. Australien fast alles um das Auto gedreht hat, jetzt mal genug damit!
Ich hatte alles daran gesetzt meine Erkaeltung so schnell wie moeglich wieder loszuwerden (Vitamintabletten gibt es hier im Supermarkt) um noch ein paar schoene Tage in Singapur zu haben. Am Donnerstag morgen ging's mir zum Glueck schon wieder besser als die Tage davor, irgendwie war ich ein bisschen Froh endlich die Stadt zu verlassen wo fuer mich die letzten zwei Tage ein ziemlicher Haertetest waren. Dann ging alles sehr schnell und schon sass ich im Flieger nach Singapur, wo ich in aller Ruhe das hervorragende Entertainment System geniessen konnte. Ich hab nicht schlecht gestaunt als ich mir "Neues vom Wixxer" im Flugzeug von Sydney nach Singapur anschauen konnte. Es ist toll auf dem Flug immer rundherum bedient zu werden. Der Flug dauerte nur etwa 7 Stunden und ich bin noch am fruehen Abend in Singapur angekommen, wo ich erstmal von schwuelen 31 Grad Hitze erschlagen wurde. Hab dann erstmal eine Nacht geschlafen und mir den ganzen heutigen Freitag dafuer Zeit genommen, endlich mal meine faelligen Berichte nachzuholen und meine Erkaeltung mit kostenlosem heissen Tee vom Hostel auszukurieren. Koennt ihr euch vorstellen wie man hier schwitzt, vom nichtstun (und mit heissem Tee noch mehr)! Unglaublich eigentlich wie man hier leben kann. Bevor ich in Singapur ankam, war Australien fuer mich das Land der Klimaanlagen, aber Singapur uebertrifft das nochmal (aber berechtigt)!

Viele Gruesse nach Deutschland!
...nur noch sechs Tage bis ich zurueck bin!

21.9.07 17:13


A bloody long way -Teil 2-

...
Fuer die Fahrt nach Perth hab ich in Broome gleich drei Mitfahrer gefunden: zwei iren (trifft man sehr haeufig in Australien) und einen schweden (trifft man sehr selten)! Die Fahrt konnte also weitergehen und ich bzw. jeder spart eine Menge Geld durch Teilen der Benzinkosten. Die Strasse verlaeuft einige Kilometer von der Kueste entfernt und man bekommt die ganze Zeit, wie schon die letzten tausende Kilometer, viel rote Erde und meist duerftige Vegetation zu sehen! Der erste Stop war am "Eighty Mile Beach" - Strand ohne Ende (und schoene grosse Muscheln!

Danach gings weiter ueber Port Hedland, was eigentlich weniger eine Stadt ist, sondern eine riesige Mine (oder mehrere). Das relativ kleine Staedtchen geht zwischen den riesigen Kraenen und Maschinen der Minenindustrie voellig unter und dient wohl nur zur Unterkunft der dort arbeitenden! Achja, noch davor aber hielten wir am Strassenrand um einem Koreaner mit einem geplatzten Reifen zu helfen (siehe Foto). Angeblich war das schon der zweite geplatzte Reifen am gleichen Tag und er hatte kein Ersatzrad mehr. Also boten wir ihm an ihn bis zur naechsten Stadt zu bringen (was Port hedland waere, etwa 150 km entfernt war und auf unserem weg lag, allerdings war er in die andere Richtung unterwegs, wo in 40 km Entfernung ein kleines Roadhouse kaeme, wo er aber ausser teures Benzin und Rast nicht mehr kriegen kann), um sich einen neuen Reifen zu beschaffen. Aber er wollte sein Auto wohl ungern allein lassen (wuerd ich, glaub ich, auch nicht wollen - zu gefaehrlich). Es war zwar schon Abenddaemmerung, aber hin und wieder kam ein Auto vorbei, so dass wir ihn da allein liessen (genug Wasser hatte er auch dabei).
Fuer die letzten paar hundert kilometer bis nach Perth hab ich mich fuer den "North West Coastal Highway" entschieden, der naeher an der Kueste entlang fuehrt. An der Westkueste gibt es hier noch ein Korallenriff, das "Ningaloo Reef" dass zwar nicht so riesig wie das "Great Barrier Reef" an der Ostkueste ist, aber dafuer nur ein paar hundert meter von der Kueste entfernt. Man kann sehen wie durch dass Riff die Wellen schon weit draussen vor dem Strand gebrochen werden. Das waren die groessten Wellen, die ich bissher gesehen hab! Eines Abends, nach Sonnenuntergang und langer Fahrt, auf dem Weg zu einem Campingplatz am Strand bekamen wir unglaublich viele Kangaroos zu sehen. Erst halfen mir meine Mitfahrer sie am Strassenrand beim Grasen zu entdecken um rechtzeitig bremsen zu koennen, aber irgendwann waren es so viele, dass ich kaum noch schneller als 30 fahren konnte. Hab noch nie so viele Kangaroos auf einmal gesehen! Weiter suedlich machten wir einen Stop in einem Resort namens "Monkey Mia" der dafuer bekannt ist, dass taeglich wilde Delfine vorbeigeschwommen kommen um sich an den touristen zu erfreuen bzw. umgekehrt! Als wir angekommen sind waren natuerlich gerade keine zu sehen und wir waren ein bisschen enttaeuscht! Klar werden die nicht den ganzen Tag da an dem Strand rumschwimmen aber wer weiss ob die an dem Nachmittag nochmal vorbeikommen wuerden! Aber es hat sich gelohnt ein bisschen zu warten denn irgendwann waren auf einmal mehrere Flossen im Mehr zu sehen. Alle paar Sekunden liessen eine Gruppe heranschwimmender Delfine wie ein seichtes Springen ihre Ruecken aus dem Wasser ragen. Es war so ein schoener Anblick, auch dass diese (wilden) Tiere da an den Strand bis in beinah nur noch knietiefes Wasser herangeschwommen kommen und sich uns Menschen so nahe trauen! Es war einfach ein tolles Erlebniss und fuer mich das schoenste an der Westkueste, auch wenn ich sehr gerne noch einen Wal gesehen haette. Die Chanchen stehen zu dieser Zeit nicht schlecht einen zu sehen, aber man kann nicht alles haben. Je weiter suedlich wir reisten desto kuehler wurden die Temperaturen und gruener die Landschaft auch wieder. Eigentlich sogar recht ploetzlich aenderte sich die Landschaft vom typischen Outback in immer mehr gruene Felder und irgendwann hatte man den Eindruck nicht mehr in Australien zu sein - das war unglaublich! Etwa 200 km auf dem Highway vor Perth, bei zugelassener Hoechstgeschwindigkeit (110 km/h) und nichts boeses im Sinne, dreht ploetzlich ein entgegenkommendes Polizeiauto um und kommt mit Blaulicht (rotblau um genau zu sein :-) mir hinterher! Ich wusste sofort: Ich muss versuchen die abzuhaengen, aber wie, mit vollbeladenem Auto!? Und wenn die den Helikopter rausholen bin ich eh im Arsch! Und wer das glaubt... haha!!  Nein, ich bin natuerlich sofort am Strassenrand angehalten und musste meinen Fuehrerschein zeigen. Wir wurden gefragt ob wir drogen mit haben und die zwei "cops" :-) haben uns, waehrend sie das Auto grob durchsuchten, damit Angst gemacht, dass wenn der "Hund" kommt und etwas findet, will alle Festgenommen werden! Ich fragte mich die ganze Zeit von wo denn der Hund so schnell herkommen soll, im Auto hatten sie ihn ja nicht mit. Nach einer weile hatten sie uns dann geglaubt dass wir ja doch nichts haben und mich als Fahrer noch darauf hingewiesen, dass ich im vollbepackten Kofferraum ein kleines Loch freilassen soll, um mit dem Rueckspiegel nach hinten sehen zu koennen (soo wichtig :-)!

Ich war froh als wir endlich in Perth angekommen waren, denn nur fahren, fahren und fahren macht einen fertig! Die Stadt hat mir gleich ganz gut gefallen - wieder ein, an den Hochhaeusern, von weitem eindeutig erkennbares Stadtzentrum, und Strassen mit recht vielen alten aber gut erhaltenen oder restaurierten Gebaeuden mit einem Caffee nach dem anderen! Ich musste mich aber wieder so schnell wie moeglich um neue Mitfahrer nach Sydney kuemmern und hab ueber 10 Aushaenge in Hostels und anderen Tafeln gemacht. Leider vergeblich, niemand wollte so lange nur im Auto sitzen ohne viele Stops und ohne viel Sehenswertes anzuschauen. Aber ich konnte nicht anders, denn mir rannte die Zeit davon und ich war spaetestens jetzt an einem Punkt angekommen, wo fuer mich das Motto "Was zaehlt ist die Mission" galt :-)
Ich bin also nach vier Tagen in Perth allein ostwaerts aufgebrochen und hab meinen ersten Stop beim beruehmten "Waverock" getan. Beeindruckend, dieser grosse Felsen mit der Form einer Welle. Weiter ging's ueber den laengsten "geradeaus-Strassenabschnitt" Australiens: 145 km ohne eine einzige klitzekleine Kurve! Klingt krass, laesst es bei den riesigen Entfernungen in Australien aber ziemlich kurz aussehen! Auf dieser Strecke, die den Westen mit dem Osten verbindet, gibt es, bis auf ein paar "Roadhouses", auf hunderten von Kilometern keinen groesseren Ort und man faehrt durch eine der trostlosesten, meschenleersten gegenden der Welt, was bei vielen Autofahrern als eine Herausforderung gesehen wird (auch an das Auto). Ich muss verrueckt gewesen sein, das allein gemacht zu haben, obwohl ich's nicht so schlimm fand, nur laaaaaangweilig!! Eine Weile verlaeuft die Strasse recht nah an der Kueste, wo das Land wie eine senkrechte Wand  mit etwa 50m aus dem Meer ragt! Irgendwo hab ich auch wilde Kamele am Strassenrand gesehen, zum zweiten mal in Australien. Und 'n paar sehr schoene Sonnenuntergaenge gabs auch.
Irgendwann (im gruenen Bereich meines Zeitplans) bin ich auch in Mildura bei Les und Ron, den zwei ueber 60jaehrigen aussergewoehnlichen Australiern, angekommen. Hier hab ich's mir ein bisschen gut gehen lassen und schonmal mein Auto von innen geputzt, denn so langsam wurde es ernst und ich hatte keinen felsenfesten Plan wie ich mein Auto fuer gutes Geld loswerden soll.
So, ich glaube der Rest gehoert in das Letzte Kapitel ueber Australien...

21.9.07 08:00


A bloody long way -Teil 1-

Fotos - von Kununurra bis kurz vor Perth

Hallo!

Bin schon in Perth! An den Bildern koennt ihr ja sehn was ich schon so gesehen oder erlebt hab, nur sieht es in echt noch viel besser aus :-)
Wir sind von Townsville nach Darwin in sechs Tagen gereist und es hat alles reibungslos geklappt, auch mit den beiden mitfahrern. Hinter Mount Isa, wo wir den halben Tag verbrachten kam erstmal fuer hunterte von kilometern nichts weiter besonderes. Wobei das Ansichtssache ist, denn durchs Outback zu fahren, die Sonnenuntergaenge zu sehen und nachts einen wahnsinns Sternenhimmel zu beobachten ist ein tolles Erlebnis! Einige hundert Kilometer vor Darwin besuchten wir kurz den Elsey Nationalpark mit seinem Highlight, dem "thermal pool", einem pool in einem Bachlauf mit 35 Grad warmen Wasser! Etwas weiter (150 km) waren wir noch im Nitmiluk Nationalpark, wo es einen bzw. mehrere Wasserfaelle zu sehen gab und einen pool, wo man auf eigene Gefahr, wegen Krokodilen, baden darf. Hatte mir die Landschaft hier im Norden noch tropischer vorgestellt, zwar wird es etwas gruener aber es gibt hier kaum Regenwald, wie an der Ostkueste, noerdlich von Cairns.
In Darwin bin ich vier Naechte geblieben, ein bisschen die Zivilisation genossen (bevor es wieder weiter durchs Outback geht) und meinem Auto zwei neue Reifen gegoennt (auf den alten war teilweise schon kein Profil mehr), achja ...und keine Lust gehabt in meinen Blog zu schreiben ;-)
Als Mitfahrer hatte ich diesmal zwei deutsche "Maedchen" (eine war schon 29) gefunden, die aber nur bis Kununurra wollten (liegt etwa 1000 km von Darwin auf dem Weg nach Broome). Fuer den angeblich so tollen Kakadu Nationalpark reicht mir die Zeit nicht, denn um die schoensten Teile zu sehen, braucht man ein 4WD (Fahrzeug mit Allradantrieb) und mehrere Tage Zeit, da der Park riesig is! Als Alternative haben wir aber den Litchfield Nationalpark besucht, der ausser einigen Wasserfaellen auch wieder moglichkeiten zum baden bietet! Auf der Weiterfahrt, ein paar Kilometer nach verlassen des Parks, ist mir (vermutlich durch das entgegenkommende Auto) ein Stein in die Windschutzscheiben geschmettert worden und hatt einen kleinen Einschlag mit einem Riss hinterlassen. Mir war sofort klar: ich brauch 'ne neue Scheibe. Gleich in der naechstgroesseren Stadt wollte ich nachfragen, was das kostet und wie schnell man mir das reparieren kann, aber es war schon zu spaeter Nachmittag. Also bin ich noch bis Kununurra (etwa 700 km) so weiter gefahren und der anfangs noch kleine Riss ist unterdessen gewachsen. Zu meinem (wahrscheinlich grossem) Glueck hatte gleich der erste (vielleicht der einzige) Autofenster-Spezialist, den ich da angefragt hatte noch eine Scheibe da, die genau an mein Auto passt. Die hatt er mir sogar sofort ausgewechselt und ich konnte drei Stunden spaeter mit einer neuen Scheibe rumfahren :-) Naja, dafuer musste ich 310 $ bezahlen, doofe ungeplante Kosten! Aber in Kununurra bin ich zwei Naechte geblieben, denn gleich daneben (nur 2 km) war der kleine Mirima Nationalpark. Sehr schoene beeindruckene Landschaft!
Zwar haette ich fuer bis nach Broome eventuell noch mitfahrer gefunden, aber ich hab mir gedacht ich fahr das Stueck (nochmal 1000 km) mal ganz allein. Hab dann die erste Nacht voellig abgelegen neben einem kleinen Wasserloch und steilen Felswaenden uebernachtet - die absolute Einsamkeit. Nicht mal ein Opossum hat vorbeigeschaut und versucht was vom Abendessen abzukriegen. Am naechsten Morgen war ich froh, dass mein Auto mich da wieder raus bis zum Highway gebracht hat und ich bin bis zum naechsten Nationalpark (Geiki Gorge NP) durchgefahren. Da hab ich eine einstuendige Bootstour mitgemacht, wo ich endlich auch mal Krokodile gesehen hab. Leider gab es da nur die kleinen - In Australien gibt es naemlich die "freshwater crocs", die sind durschnittlich so 1,5 m lang und ungefaehrlich, und die "saltwater crocodiles", die bis zu 7 m (!!!) lang werden koennen und ziemlich gefaehrlich sind! Beide Arten koennen aber in sowohl Suess- wie auch Salzwasser leben.
Eigentlich wollte ich es vermeiden bei Dunkelheit durchs Outback zu fahren, da zum einen dann die Kangaroos aktiver sind und zum anderen weniger Autos unterwegs sind, falls was passiert. Aber an diesem Abend hatte ich keine Lust nochmal allein in der Wildnis zu uebernachten und bin noch bis Broome gefahren, wo ich abends halb zehn angekommen bin. Dunkel wurde es schon um sechs.
Schon krass eigentlich, nachdem ich von Queensland ueber Northern Territory nach Western Australia gefahren bin musste zwei mal die Uhr umgestellt werden: erst nur eine halbe Stunde zurueck im Northern Territory, aber nochmal eineinhalb Stunden zurueck in Western Australia. Dann geht die Sonne hinter der Staatsgrenze mal eben 1 1/2 Stunden eher unter und je weiter westlich man faehrt desto mehr gleicht es sich wieder aus und die Sonne geht spaeter unter. Das macht bei den grossen Entfernungen hier schonmal eine halbe Stunde von einem Tag zum anderen aus.
Broome ist fuer viele Australier ein Ort von dem sie traeumen und der beruehmte "Cable Beach" soll einer der schoensten Straende der Welt sein. Ja, der Strand ist schon super und die kleine Stadt ist eine nette Oase der Zivilisation an der so karg besiedelten Westkueste, aber warum bauen die den Flughafen direkt neben das Stadtzentrum? Ich bin in Broome drei Tage geblieben, die erste Nacht auf einem Campingplatz, wo ich mein Zelt voellig ohne Schatten in der Sonne stehen hatte, und zwei weitere Naechte in einem Hostel! Waere ich bloss auf dem Campingplatz geblieben, denn im Hostel war mal wieder mein Bett von "bedbugs" (deutsch: Bettwanzen) befallen. Ich dachte ich spinne als ich zum Glueck noch vor dem schlafen gehen eine von denen auf mir rumkrabbeln sehe (die werden etwa bis zu einem halben Zentimeter gross)! Nachdem ich vier von den Viechern getoetet hatte und weiter auf dem Bett suchte, waren doch tatsaechlich noch mehr da! WAAAAHHH! Ich bin so schnell wie moeglich zur Rezeption und hab denen davon erzaehlt woraufhin ich in ein anderes Zimmer kam. Als Sicherheitsmassnahme und um diese Wanzen nicht weiter zu verbreiten muessen dann immer alle Sachen, die in Kontakt mit dem Bett oder in der Naehe wahren, gewaschen und eigentlich auch mit dem Trockner getrocknet werden, was diese Insekten und ihre gelegten Eier toetet. (wenn ich von Australien nach Hause komme, bin ich Bettwanzen-Spezialist) Ich dachte ja, da ich die Viecher noch rechtzeitig entdeckt hab, dass ich verschont worden bin, aber denkste - hier ein Foto wie mein Bein zwei Tage danach aussah! Man merkt diese Bisse gar nicht, aber es juckt danach so schlimm wie bei Mueckenstichen!
Am letzten Tag hab ich mich noch mit Verena, mit der ich unter anderem schon an der Ostkueste unterwegs war, getroffen. Sie hat ungefaehr zur selben Zeit, als ich in Townsville war, in Adelaide gearbeitet und faehrt von da aus im Urzeigersinn bis nach Darwin, fliegt von da aus nach Sydney und dann auch nach Hause! Zusammen mit ihren Mitfahrern, einem deutschen und einem schaetzungsweise mitte 40-jaehrigen englaender, haben wir uns noch die beruehmten Dinosaurier-Fussabdruecke, zu denen man bei Ebbe (da auf steinigem Boden unter dem Meerwasser) hinlaufen kann, angesehen! Echt cool!
...

3.9.07 09:16


Fotos - von Townsville ueber Darwin bis Kununurra

die "meatfactory" in Townsville
mein erstes Foto mit mir neben einem Dinosaurier-Skelett im Porcupine Gorge National Park ein Wasserloch neben dem wir gezeltet haben irgendwo im Outback
 die Stadt "Mount Isa""Lake Moondarra" nahe Mount Isa  
 ein Emu auf einer ehemaligen "cattle station"tote Kuh am Strassenrand Krokodil-Warnung
 in DarwinWasserfaelle im Litchfield Nationalpark
Uebernachtung auf 'nem Highway-Campingplatzich neben einem "bottle tree"im Mirima Nationalpark, gleich neben Kununurra
24.8.07 03:41


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